Öl - Jetzt wird es schmierig schwierig.

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Öl - Jetzt wird’s schmierig schwierig...

Einfach an der Tankstelle Öl kaufen und nachfüllen?

Nein, nein... so einfach ist es heute leider nicht mehr.
Moderne Motoröle sind viel zu dünnflüssig und voll mit  Reinigungs-Additiven. Sie unterliegen ganz anderen Ansprüchen als die Öle vor 30 bis 60 Jahren. Die Vorzüge und Eigenschaften eines modernen Öls sind genau die Eigenschaften, die Ihren Oltimer-Motor zerstören können.
Heute sind Ölwechselintervalle bei modernen Fahrzeugen von 50.000 KM nicht unüblich. Damit es so lange durchhält muss es extrem gefiltert werden, darf keine Schlammablagerungen bilden, muss Kurzstreckentauglich sein und ist demzufolge natürlich sehr dünnflüssig.

Und beim Klassiker? Da wechseln wir das Öl in der Regel nicht nach einem Kilometerintervall, sondern nach der Jahreszeit..... Kurz vor dem Winterschlaf wird das Öl gewechselt, damit keine  Inhaltsstoffe/Ablagerungen den Motor schaden können. Und in der Winterpause werden Sie nicht bewegt und stehen auch im Sommer vorwiegend in der Garage. Mehr als 5.000 KM fährt kaum ein Fahrzeug. Da muss auch während der Standphase der Ölfilm überall vorhanden sein, damit nichts korrodiert – frei nach dem Motto: Wer rastet, der rostet. HY, Traction Avant und auch 2CV (bis zum 2CV4) und viele ältere Fahrzeuge haben überhaupt keinen Ölfilter. Die Verunreinigungen setzen sich in der Ölwanne ab und werden bei jedem Ölwechsel rausgespült. So soll es sein.
Das moderne Öl löst aber die Verschmutzungen wieder auf und pumpt es zurück in den Ölkreislauf. So soll es nicht sein!
Zusätzlich vertragen sich meisten die chemischen Zusätze in modernen Öle nicht mit den Motordichtungen unserer Oldtimer. Simmeringe und andere Gummidichtungen verhärten durch den Chemieangriff und können nicht mehr abdichten. Korkdichtungen werden durch die Chemie regelmäßig ausge-
waschen. Sie können kein Öl mehr speichern. Die Korkdichtung schrumpft, und der Motor leckt Öl.

Stellen Sie sich einen schönen Teller Spaghetti vor. In diesen Teller haben Sie unten 3 kleine 2mm Löcher gebohrt. Nun möchten Sie die Spaghetti genießen und gießen etwas hochwertiges, kaltgepresstes Olivenöl über die Pasta. Sie sehen wie das Öl an den Nudeln haftet. Unten im Teller ist fast gar kein Olivenöl. Aus den Löchern tropft auch kein Öl.
Nun gießen Sie etwas Cola über die Nudeln. Ein reiner Chemiecocktail. Sehen Sie, wie die Cola nicht an der Pasta haftet, nein, es spült sogar das schöne Olivenöl von den Nudeln ab. Alles sammelt sich am Tellerboden, aber nur kurz, denn durch die kleinen Löcher tropf es nun alles schön auf den Tisch.

Lieber Oldtimerfreund,  das, was Sie mit der Cola den Spaghetti antun, das tun Sie ihren Motor an, wenn sie modernen High Tech Synthetische Motoröle einfüllen.
Sie sehen, Öl ist nicht ÖL. Käse ist ja auch nicht Käse, und Käseersatz erst recht nicht. Alles hat mit Sicherheit seine Verwendung, nur sollte man genau schauen, wo was wie eingesetzt wird.

Finger weg von den modernen Ölen und erst recht keine Synthetiköle verwenden – auch nicht bei den Youngtimern.

Kleiner Tipp am Ende. Citroen 2CV, DS, Traction und HY finden 20W50 Öle super. Aber auch Renault R4, R5, R16, alle Heckmotoren (außer Alpine) und alle Peugeot wie 203, 404, 204, 304, 404 und 504 finden Öl mit der Viskosität 20W50 klasse!

 
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