Hydraulik- und Bremsflüssigkeit für Alle 2CValt
Bremsflüssigkeit DOT4. 1 Liter. Hersteller ATE. Passend für alle Citroen 2CV bis Baujahr 1981
(Fahrzeuge mit Trommelbremse vorne). Citroen 11CV, HY. Alle Peugeot und Renault Modelle.
Bremsflüssigkeit DOT4. 1/2 Liter. Hersteller TOTAL. Passend für alle Citroen 2CV bis Baujahr 1981
(Fahrzeuge mit Trommelbremse vorne). Citroen 11CV, HY. Alle Peugeot und Renault Modelle. Literpreis: 11,80 Euro.
Bremsflüssigkeit DOT4. 5,0 Liter Kanister. Hersteller TOTAL/elf. Passend für alle Citroen 2CV bis
Baujahr 1981 (Fahrzeuge mit Trommelbremse vorne). Citroen 11CV, HY. Alle Peugeot und Renault Modelle. Literpreis: 7,91 Euro.
Ölabsaugpumpe 12 Volt. Optimal um den Hydraulikbehälter zu entleeren. Z.B Citroen DS, CX, GS
usw.. Natürlich können auch andere dünnflüssige Öle damit umgepumpt werden. Super praktisch.
Citroën A-Modelle: Bremsflüssigkeit bei vorderer Trommelbremse
Bei Citroën A-Modellen mit vorderen Trommelbremsen wird in der Regel klassische Bremsflüssigkeit auf Glykolbasis verwendet, DOT 3 oder DOT 4.
Das betrifft viele frühe und mittlere Ausführungen der Citroën A-Modell-Familie, zum Beispiel:
- Citroën 2CV mit vorderen Trommelbremsen
- Citroën Dyane mit vorderen Trommelbremsen
- Citroën Ami 6
- Citroën Ami 8 mit vorderen Trommelbremsen
- Citroën Méhari mit vorderen Trommelbremsen
- Citroën AZU, AK, AKS und weitere Kastenwagen auf A-Modell-Basis mit Trommelbremsanlage
Die wichtige Grundregel lautet:
Bei Fahrzeugen mit vorderer Trommelbremse darf daher kein LHM eingefüllt werden. Entscheidend ist aber immer die tatsächlich verbaute Bremsanlage. Gerade bei älteren Fahrzeugen, Umbauten oder Fahrzeugen mit unbekannter Historie sollte die Anlage vor Arbeiten an der Bremse eindeutig geprüft werden.
Warum die richtige Bremsflüssigkeit so wichtig ist
DOT-Bremsflüssigkeit und LHM sind chemisch völlig unterschiedliche Flüssigkeiten.
DOT-Bremsflüssigkeit ist glykolbasiert. LHM ist eine mineralische Hydraulikflüssigkeit. Die Dichtungen, Manschetten, Radbremszylinder, Hauptbremszylinder und Verbindungsteile der Bremsanlage sind jeweils auf die passende Flüssigkeit abgestimmt.
Werden DOT und LHM verwechselt oder miteinander vermischt, können Dichtungen aufquellen, undicht werden oder ihre Funktion verlieren. Im ungünstigsten Fall muss die komplette Bremsanlage zerlegt, gereinigt und überholt werden.
Bei unbekannter Fahrzeughistorie sollte deshalb immer zuerst sicher festgestellt werden, welche Flüssigkeit sich im System befindet.
Erkennungsmerkmale einer DOT-Bremsanlage mit Trommelbremsen
Typische Hinweise auf eine DOT-Bremsanlage sind:
| Merkmal | Bedeutung |
|---|---|
| Vordere Trommelbremsen | DOT-Bremsanlage |
| Hintere Trommelbremsen | Bei A-Modellen üblich |
| Klare bis leicht bernsteinfarbene Bremsflüssigkeit | Hinweis auf DOT-Bremsflüssigkeit |
| Kein grüner LHM-Hauptbremszylinder | Hinweis auf DOT-Ausführung |
| Keine vorderen Bremsscheiben am Getriebe | Kein typisches LHM-Scheibenbremssystem |
Wichtig: Die Farbe der Flüssigkeit allein ist kein sicherer Nachweis. Alte Bremsflüssigkeit kann dunkel, trüb oder verschmutzt sein. Bei Unsicherheit sollte die Bremsanlage fachgerecht geprüft werden.
Wechselintervall der DOT-Bremsflüssigkeit
DOT-Bremsflüssigkeit nimmt mit der Zeit Feuchtigkeit auf. Dadurch sinkt der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit. Außerdem können Korrosion und Ablagerungen im Hauptbremszylinder, in den Radbremszylindern und in den Leitungen entstehen.
Als sinnvoller Wartungsrichtwert gilt:
DOT-Bremsflüssigkeit etwa alle 2 Jahre erneuern.
Bei Fahrzeugen mit langer Standzeit, unbekannter Wartungshistorie oder sichtbaren Verschmutzungen im Vorratsbehälter sollte die Bremsflüssigkeit vollständig erneuert werden. Ein kurzes Entlüften reicht in solchen Fällen oft nicht aus.
Citroën A-Modelle mit Trommelbremsanlage: typische Schwachpunkte und Entlüften
Typische Schwachpunkte bei A-Modellen mit Trommelbremsanlage
1. Alte oder verschmutzte Bremsflüssigkeit
Alte DOT-Bremsflüssigkeit kann Wasser aufnehmen und dadurch Korrosion im Bremssystem verursachen. Besonders betroffen sind Hauptbremszylinder und Radbremszylinder.
Typische Anzeichen sind:
- dunkle oder trübe Bremsflüssigkeit
- Rost oder Schmutz im Vorratsbehälter
- schwammiges Bremspedal
- ungleichmäßige Bremswirkung
- festgehende Radbremszylinder
- undichte Manschetten
2. Festsitzende Radbremszylinder
Bei Trommelbremsanlagen sind Radbremszylinder ein häufiger Schwachpunkt, besonders nach langer Standzeit. Sie können festrosten, schwergängig werden oder undicht sein.
Typische Anzeichen sind:
- einseitige Bremswirkung
- feuchte Bremsankerplatten
- Flüssigkeitsverlust
- schlechter Druckpunkt
- Bremse löst nicht sauber
- Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite
Wenn ein Radbremszylinder undicht oder fest ist, sollte die Bremse an der betroffenen Achse immer vollständig geprüft werden.
3. Falsch eingestellte Trommelbremsen
Bei Citroën A-Modellen mit Trommelbremsen ist die mechanische Einstellung besonders wichtig. Eine nicht korrekt eingestellte Trommelbremse führt häufig zu einem langen Pedalweg, obwohl die Bremsanlage hydraulisch bereits entlüftet wurde.
Die Bremsbacken müssen so eingestellt sein, dass sie sauber und gleichmäßig an der Bremstrommel arbeiten. Sind Exzenter, Nachsteller oder Bremsbacken falsch eingestellt, kann die Bremswirkung ungleichmäßig sein.
Typische Folgen einer falschen Einstellung sind:
- langer Pedalweg
- schlechte Bremsleistung
- ungleichmäßige Bremswirkung
- schief ziehendes Fahrzeug beim Bremsen
- schlechte Handbremswirkung
- erhöhter Verschleiß an Bremsbacken und Trommeln
Deshalb sollten die Trommelbremsen immer zuerst mechanisch korrekt eingestellt werden, bevor die Bremsanlage beurteilt oder erneut entlüftet wird.
4. Verschlissene Bremsbacken und Bremstrommeln
Bremsbacken und Bremstrommeln unterliegen natürlichem Verschleiß. Sind die Beläge verglast, verölt, stark abgenutzt oder ungleichmäßig getragen, kann die Bremswirkung deutlich nachlassen.
Auch eingelaufene oder unrunde Bremstrommeln können Probleme verursachen.
Typische Anzeichen sind:
- rubbelnde Bremse
- ungleichmäßige Bremswirkung
- Geräusche beim Bremsen
- schlechter Pedaldruck
- häufiges Nachstellen notwendig
- schlechte Wirkung der Handbremse
Verölte Bremsbeläge sollten nicht weiterverwendet werden. Öl oder Bremsflüssigkeit auf dem Belag verschlechtert die Bremswirkung erheblich.
5. Undichter Hauptbremszylinder
Ein undichter oder intern verschlissener Hauptbremszylinder zeigt sich häufig durch sinkenden Pedaldruck oder Flüssigkeitsverlust. Auch wenn äußerlich keine große Undichtigkeit sichtbar ist, kann der Druck intern am Kolben vorbeigehen.
Typische Anzeichen sind:
- Bremspedal sinkt langsam ab
- Pedal fühlt sich weich an
- Flüssigkeitsverlust im Vorratsbehälter
- Feuchtigkeit im Bereich Pedalraum oder Spritzwand
- ungleichmäßiger Bremsdruck
Bei einem Verdacht auf einen defekten Hauptbremszylinder sollte die Bremsanlage nicht weiter belastet werden, bevor die Ursache geklärt ist.
6. Korrodierte Bremsleitungen und Anschlüsse
Bremsleitungen und Verschraubungen können bei älteren Fahrzeugen korrodieren. Besonders gefährdet sind Bereiche unter dem Fahrzeug, an Übergängen, Haltern und Verschraubungen.
Typische Anzeichen sind:
- Rost an Bremsleitungen
- feuchte Verschraubungen
- Flüssigkeitsverlust
- schlecht lösbare Entlüfternippel
- ungleichmäßiger Bremsdruck
Bremsleitungen sollten nicht nur oberflächlich geprüft werden. Auch verdeckte Bereiche und Befestigungspunkte sind wichtig.
7. Probleme mit der Handbremse
Bei vielen Citroën A-Modellen wirkt die Handbremse konstruktionsbedingt auf die Vorderräder. Bei Fahrzeugen mit vorderen Trommelbremsen greift sie auf die vordere Trommelbremsanlage.
Eine schlechte Handbremswirkung entsteht häufig durch:
- falsch eingestellte Bremsbacken
- schwergängige Handbremsmechanik
- verschlissene Beläge
- verölte oder verschmutzte Trommeln
- falsch eingestellte Seilzüge oder Gestänge
- eingelaufene Bremstrommeln
Die Handbremse sollte immer separat geprüft und korrekt eingestellt werden.
Bremsanlage mit vorderen Trommelbremsen entlüften
Die folgende Beschreibung bezieht sich auf Citroën A-Modelle mit DOT-Bremsanlage und vorderen Trommelbremsen.
Vorbereitung
Benötigt werden:
| Teil / Werkzeug | Hinweis |
|---|---|
| DOT 4 Bremsflüssigkeit | Nur für DOT-Bremsanlagen verwenden |
| Durchsichtiger Schlauch | Passend für den Entlüfternippel |
| Auffanggefäß | Sauber und standsicher |
| Passender Ringschlüssel | Zum Öffnen der Entlüfternippel |
| Helfer oder Druckentlüfter | Druckentlüfter nur mit geringem Druck verwenden |
| Bremsenreiniger und Lappen | Bremsflüssigkeit und Schmutz sorgfältig entfernen |
Vor dem Entlüften sollten folgende Punkte geprüft werden:
- Fahrzeug sicher abstellen und gegen Wegrollen sichern.
- Fahrzeug bei Bedarf standsicher aufbocken.
- Vorratsbehälter reinigen, damit kein Schmutz in die Anlage gelangt.
- Richtige Bremsflüssigkeit prüfen: Bei vorderen Trommelbremsen wird normalerweise DOT verwendet.
- Alle Trommelbremsen mechanisch korrekt einstellen.
- Hauptbremszylinder, Bremsleitungen, Radbremszylinder und Anschlüsse auf Undichtigkeiten prüfen.
Reihenfolge beim Entlüften
Praxisgerecht wird von der längsten zur kürzesten Leitung gearbeitet. Je nach Modell und Leitungsverlauf kann die Reihenfolge leicht abweichen.
Eine übliche Reihenfolge ist:
- hinten rechts
- hinten links
- vorn rechts
- vorn links
Entscheidend ist, dass an jeder Entlüftungsstelle so lange gearbeitet wird, bis saubere, blasenfreie Bremsflüssigkeit austritt. Der Vorratsbehälter darf während des Entlüftens niemals leer laufen, da sonst erneut Luft in das System gelangt.
Entlüften mit Helfer
- Vorratsbehälter bis zur Markierung mit passender DOT-Bremsflüssigkeit füllen.
- Schlauch auf den Entlüfternippel stecken und das Schlauchende in ein Auffanggefäß führen.
- Das Bremspedal langsam zwei- bis dreimal betätigen und anschließend unter Druck halten.
- Entlüfternippel kurz öffnen, damit Bremsflüssigkeit und Luft austreten können.
- Bremspedal nicht vollständig bis zum Boden durchtreten, damit ältere Dichtungen im Hauptbremszylinder nicht unnötig belastet werden.
- Entlüfternippel wieder schließen.
- Erst danach das Bremspedal loslassen.
- Vorgang wiederholen, bis keine Luftblasen mehr austreten.
- Nach jedem Rad den Flüssigkeitsstand kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen.
- Alle Entlüfternippel reinigen und auf Dichtheit prüfen.
Das Bremspedal sollte langsam betätigt werden. Zu schnelles Pumpen kann Luft und Bremsflüssigkeit aufschäumen und die Entlüftung erschweren.
Entlüften mit Druckentlüfter
Ein Druckentlüfter kann verwendet werden, sollte bei älteren Fahrzeugen aber vorsichtig eingesetzt werden. Bei alten Vorratsbehältern, Deckeln und Dichtungen sollte nur mit geringem Druck gearbeitet werden.
Ein sinnvoller Bereich liegt meist bei etwa 0,5 bis 1,0 bar, sofern der Deckel dicht sitzt und das System dafür geeignet ist.
Der Vorteil dieser Methode: Der Hauptbremszylinder wird geschont, weil das Bremspedal nicht bis in sonst unbenutzte Bereiche des Zylinders gedrückt wird.
Kontrolle nach dem Entlüften
Nach dem Entlüften muss das Bremspedal fest werden. Anschließend sollten folgende Punkte geprüft werden:
- Bremspedal mehrmals betätigen. Es darf nicht langsam absinken.
- Alle Entlüfternippel und Anschlüsse auf Feuchtigkeit prüfen.
- Alle Trommelbremsen nochmals kontrollieren und korrekt einstellen.
- Handbremse separat einstellen und prüfen.
- Vorsichtige Probefahrt durchführen.
- Nach der Probefahrt prüfen, ob einzelne Räder ungewöhnlich warm werden.
Ein heißes Rad kann auf eine schleifende Bremse, einen festsitzenden Radbremszylinder, eine zu stramm eingestellte Trommelbremse oder ein hydraulisches Rücklaufproblem hinweisen.
Wenn das Bremspedal weich bleibt
Bleibt das Pedal nach dem Entlüften weich oder der Pedalweg zu lang, kommen häufig folgende Ursachen infrage:
| Symptom | Mögliche Ursache |
|---|---|
| Pedal weich, keine sichtbare Undichtigkeit | Noch Luft im System |
| Langer Pedalweg, schwache Bremswirkung | Trommelbremsen falsch eingestellt |
| Pedal sinkt langsam ab | Hauptbremszylinder intern undicht |
| Ein Rad bremst kaum | Radbremszylinder fest, Leitung verstopft oder Luft im System |
| Bremse löst schlecht | Radbremszylinder fest, Rücklauf gestört oder Bremse zu stramm eingestellt |
| Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite | Unterschiedliche Einstellung, festsitzender Radbremszylinder oder verschmutzte Beläge |
| Handbremse wirkt schlecht | Bremsbacken, Einstellung, Seilzug oder Mechanik fehlerhaft |
Wichtiger Hinweis
Bei Citroën A-Modellen mit vorderen Trommelbremsen sollte grundsätzlich die passende DOT-Bremsflüssigkeit verwendet werden.
- Vordere Trommelbremsen = DOT-System
- Vordere Scheibenbremsen = LHM oder LHM+
- DOT und LHM niemals mischen
Wenn das Fahrzeug längere Zeit gestanden hat, sollte die Bremsanlage nicht nur entlüftet, sondern vollständig geprüft werden. Besonders Radbremszylinder, Hauptbremszylinder, Bremsleitungen, Trommeln, Bremsbacken und die korrekte Einstellung der Trommelbremsen sind entscheidend dafür, dass das Fahrzeug sicher, gleichmäßig und zuverlässig bremst.
