Benzin, Tank und Benzinpumpe für den Citroën 2CV
Das Kraftstoffsystem des 2CV ist über alle Baujahre hinweg bemerkenswert einfach gehalten. Die Grundfunktion bleibt bei allen Motoren, vom 375cm³ über 425cm³ und 435cm³ bis hin zum letzten 6er Motor mit 602cm³, gleich.
Der Benzintank
Der Kraftstofftank des 2CV befindet sich hinter der Hinterachse unter dem Kofferraumboden. Während der gesamten Produktionszeit des 2CV gab es nur zwei verschiedene Tanktypen. Anfangs wurde ein Metallbenzintank verbaut, der bis in die 1970er Jahre verwendet wurde. Dieser Tank fasste 20 Liter und verfügte über eine Ablassschraube. In den 1970er Jahren erfolgte die Umstellung auf einen Kunststoffbenzintank, der bis zum Produktionsende montiert wurde. Der neue Tank fasste 25 Liter und hatte die Abmessungen 43 x 39 x 14 cm. In dem Tank ist der Tankgeber montiert, wobei es je nach Baujahr Ausführungen für 6 und 12 Volt gab.
Tankanzeige gibt falsche Informationen oder ist ganz ausgefallen
Falls die Tankanzeige nicht funktioniert, liegt die Ursache meist am Tankgeber und nicht an der Kraftstoffanzeige. Die Tankgeber fungieren als veränderbarer elektrischer Widerstand, der sich je nach Füllhöhe des Benzintanks verändert. Zeigt die Tankanzeige also nicht an, ist entweder die Stromzufuhr unterbrochen (bei dem 2CV6 befindet sich die Steckverbindung zum Tankgeber hinten links im Radhaus unter der Filzverkleidung) oder die Masseverbindung zum Tankgeber ist defekt. Auch der Tankgeber selbst kann defekt sein. Gerade in der heutigen Zeit, in der viel Ethanol im Benzin enthalten ist, greift das Ethanol den Tankgeber an (ebenso wie die Benzinpumpe, den Vergaser, die Benzinschläuche usw.). Daher ist Stillstand der größte Feind für unseren 2CV, da das offene Kraftstoffsystem Sauerstoff an den Kraftstoff gelangen lässt (es entsteht eine Säure). Regelmäßiges Fahren des 2CV und anderer Oldtimer ist wichtig, um die Bildung von ätzender Säure durch Ethanol zu verhindern. Frühe 2CV bis in die siebziger Jahre, sowie der AMI6 und Dyane, hatten kleine Deckel im Kofferraum, die den Tankgeber verbargen. Bei modernen 2CV wurde diese Funktion jedoch wegrationalisiert, sodass der Benzintank ausgebaut werden muss, um am Tankgeber zu arbeiten.
Die Verbindung vom Benzintank zum Motor
Eine flexible, aber dennoch starre Kunststoffleitung verbindet den Kraftstofftank mit der mechanisch angetriebenen Benzinpumpe.
Gibt es verschiedene Benzinpumpen für den Citroën 2CV?
Es gab Unterschiede bei den Benzinpumpen: Die ersten Modelle hatten einen waagerechten Zulauf, während spätere Modelle mit 435cm³ und 602cm³ Motoren (M28 Motor) nur noch Benzinpumpen mit einem Zulauf von unten und senkrechter Benzinabgabe zum Vergaser hatten.
Wir führen alle Benzinpumpen, neuen Benzintanks, Benzinleitungen, Benzinpumpenstößel und Distanzplatten für jeden 2CV Motor als Neuteile. Auch Benzinpumpen mit zusätzlicher Handbetätigung sind in unserem Lager verfügbar.
Gibt es bei anderen Citroën A-Modellen ein anderes Kraftstoffsystem?
Das Kraftstoffsystem des 2CV wurde auch bei der Dyane, Mehari und AMI verwendet. Nur die seltenen 4x4 Modelle (2CV Sahara und Mehari 4x4) und die Lieferwagenausführungen des 2CV (AZU, AK) und der Dyane (ACDY) hatten andere Tanks.
Gibt es einen Benzinrücklauf bei dem Citroën 2CV?
Was alle 2CV, Dyane, Mehari und AMI gemeinsam haben, ist das Fehlen eines Benzinrücklaufs zum Benzintank. Das mag in der heutigen Zeit etwas ungewöhnlich erscheinen. Der überschüssige Kraftstoff, der beim Starten des Motors entsteht, wird über die Ansaugspinne abgeleitet. Diese verfügt an ihrer tiefsten Stelle unter dem Vergaser über eine Ablaufbohrung, durch die das Benzin über das Motorgehäuse nach außen tropft. Daher riecht es bei erfolglosen Startversuchen auch nach Benzin.
Es ist äußerst wichtig, dass diese Ablaufbohrung niemals verschlossen wird. Sollte sie verstopft sein, sammelt sich der Kraftstoff in der Ansaugspinne und kann verpuffen, was im schlimmsten Fall zum Brand des 2CV führen kann.
Was kann man tun, wenn nach langer Standzeit der 2CV gestartet werden soll?
Ein Tipp: Steht der 2CV längere Zeit, fließt das Benzin von der Pumpe zurück in den Tank. Dadurch trocknet die Membrane der Benzinpumpe schnell aus. Startet man den Motor, dauert es dann sehr lange, bis das Benzin angesaugt ist (was manchmal auch nicht gelingt). Um dies zu beheben, einfach den Tankdeckel abnehmen und während eine zweite Person den Motor startet, kräftig in den Tank pusten (die Lippen auf den Tankstutzen auflegen!). Dadurch entsteht ein Überdruck im Tank, der das Benzin nach vorne zur Benzinpumpe drückt.
Gibt es noch weitere Tipps?
Wir führen als Verbesserung aber auch einen Benzinfilter mit Rückschlagventil. Dann kann das Benzin nicht mehr so einfach zurücklaufen. Des Weiteren führen wir Benzinzusätze, die bei einem langen geplanten Stillstand eingefüllt werden können (Winterpause). Diese verhindern für eine sehr lange Zeit die Bildung von Säuren in dem Benzin. Außerdem sollten Sie nur Super Plus Benzine fahren.