Getriebe für Citroën 2CV 2CValt

Passende Getriebe für frühe und mittlere Citroën 2CV Limousinen bis zur Einführung der 2CV6 unterscheiden sich technisch deutlich von späteren Ausführungen. Besonders bei Übersetzung, Bremsanlage, Kupplung, Antriebswellen und Tachowellenantrieb ist eine genaue Zuordnung wichtig.

Citroën 2CV Limousine Getriebe bis zur 2CV6

Die frühen Citroën 2CV Limousinen unterscheiden sich technisch deutlich von der späteren 2CV6. Besonders beim Getriebe, der Bremsanlage, der Motorisierung und der Übersetzung gibt es wichtige Unterschiede. Wer ein Getriebe für einen frühen 2CV sucht, überholt oder einbauen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die äußere Bauform achten.

Zur frühen 2CV-Limousinenfamilie gehören unter anderem der 2CV A, 2CV AZ, AZL, AZLP, AZAM sowie spätere Übergangsmodelle vor der Einführung der 2CV6. Diese Fahrzeuge wurden mit kleineren Motoren gebaut, unter anderem mit 375 cm³, 425 cm³ und später 435 cm³. Dadurch waren auch die Getriebe anders abgestimmt als bei der späteren 2CV6 mit 602 cm³.

Ein Getriebe aus einer späteren 2CV6, Dyane, Ami oder Fourgonnette kann mechanisch ähnlich wirken, ist aber nicht automatisch passend. Entscheidend sind immer Motorisierung, Baujahr, Kupplung, Bremsanlage, Antriebswellen, Tachowellenantrieb und Übersetzung.


Welche 2CV Limousinen sind gemeint?

Dieser Text bezieht sich auf die 2CV-Limousinen vor der 2CV6-Generation. Dazu zählen vor allem die klassischen frühen und mittleren Modelle.

Modell Technische Einordnung
2CV A frühe Ausführung mit 375-cm³-Motor
2CV AZ spätere frühe Ausführung mit 425-cm³-Motor
2CV AZL komfortabler ausgestattete AZ-Variante
2CV AZLP AZL mit Kofferraumklappe
2CV AZAM komfortbetonte Ausführung mit technischen Detailänderungen
spätere 425-cm³-Modelle je nach Baujahr mit geänderten Details
frühe 435-cm³-Modelle / 2CV4-nahe Ausführungen Übergang zur späteren Modellgeneration

Wichtig: Die 2CV4 mit 435 cm³ ist nicht mit einer frühen 425-cm³-2CV gleichzusetzen. Auch wenn beide Fahrzeuge ähnlich wirken, unterscheiden sich Motor, Anbauteile und teilweise die technische Abstimmung.


Grundaufbau des frühen 2CV-Getriebes

Die Getriebe der frühen 2CV-Limousinen gehören zur A-Modell-Technik von Citroën. Es handelt sich um manuelle 4-Gang-Getriebe mit Rückwärtsgang. Der 2., 3. und 4. Gang sind synchronisiert. Der 1. Gang ist nicht synchronisiert.

Das bedeutet: Der 1. Gang sollte nur bei stehendem Fahrzeug eingelegt werden. Wird der 1. Gang während des Rollens eingelegt, kann es zu deutlichen Schaltgeräuschen kommen. Das ist bei diesen Getrieben konstruktionsbedingt und nicht automatisch ein Defekt.

Wenn sich der 1. Gang im Stand schwer einlegen lässt, kann es helfen, zuerst kurz in den 2. Gang zu schalten und anschließend in den 1. Gang zu wechseln. Dadurch können sich die Zahnräder besser ausrichten.

Warum frühe 2CV-Getriebe nicht mit 2CV6-Getrieben gleichgesetzt werden sollten

Die spätere 2CV6 besitzt einen deutlich stärkeren 602-cm³-Motor. Die frühen 2CV-Limousinen wurden dagegen mit deutlich kleineren Motoren gebaut. Deshalb sind die Anforderungen an das Getriebe anders.

Ein Getriebe für einen 375-cm³- oder 425-cm³-Motor muss zur geringeren Motorleistung passen. Ein zu lang übersetztes Getriebe kann dazu führen, dass das Fahrzeug träge wird, schlecht beschleunigt und an Steigungen zu wenig Kraft hat.

Ein 2CV6-Getriebe kann mechanisch ähnlich erscheinen, ist aber nicht automatisch geeignet. Besonders Übersetzung, Kupplung, Bremsanlage und Antriebswellen müssen genau geprüft werden.

Bereich Frühe 2CV-Limousine Spätere 2CV6
Motorisierung 375 cm³, 425 cm³, später 435 cm³ 602 cm³
Motorleistung deutlich geringer, 9 - 21 PS höher, 27 - 29 PS
Getriebeabstimmung auf kleine Motoren ausgelegt auf stärkeren Motor abgestimmt
Bremsanlage immer Trommelbremse je nach Baujahr Trommel oder Scheibe
Flüssigkeitssystem DOT / Lockheed bei Trommelbremse DOT / Lockheed oder später LHM bei Scheibe
Fahrcharakter langsam, drehmomentarm, leicht kräftiger und alltagstauglicher

Motorisierung und passende Getriebeabstimmung

Bei frühen 2CV-Limousinen ist die Motorisierung besonders wichtig. Die kleinen Motoren haben wenig Leistung und benötigen eine dazu passende Getriebeübersetzung.

Motorisierung Typische Einordnung Bedeutung für das Getriebe
375 cm³ sehr frühe 2CV A benötigt sehr passende kurze Abstimmung
425 cm³ früh 2CV AZ / AZL andere Abstimmung als spätere Modelle
425 cm³ spät je nach Baujahr verbessert technische Details genau prüfen
435 cm³ 2CV4-nahe Ausführung nicht mit 425 cm³ gleichsetzen
602 cm³ spätere 2CV6 deutlich andere Getriebeabstimmung

Gerade bei den frühen 375-cm³- und 425-cm³-Modellen sollte kein beliebiges späteres Getriebe eingebaut werden. Ein falsch abgestimmtes Getriebe kann das Fahrverhalten deutlich verschlechtern.

Übersetzung bei frühen 2CV-Limousinen

Die Übersetzung bestimmt, wie gut das Fahrzeug anfährt, wie kräftig es am Berg ist und wie hoch die Motordrehzahl bei Geschwindigkeit liegt. Bei frühen 2CV-Limousinen ist eine passende Übersetzung besonders wichtig, weil die Motorleistung begrenzt ist.

Ein langes Getriebe kann auf ebener Strecke ruhiger wirken, ist aber für kleine Motoren oft ungünstig. Der Motor hat dann zu wenig Kraft, um das Fahrzeug sauber zu beschleunigen oder Steigungen zu bewältigen.

Ein kürzer abgestimmtes Getriebe passt besser zu kleinen Motoren. Es sorgt für bessere Kraftentfaltung, allerdings bei höherer Drehzahl.

Getriebetyp / Modell Charakter Wirkung in der Praxis
frühe 2CV A sehr auf kleine Motorleistung abgestimmt notwendig für ausreichenden Vortrieb
2CV AZ / AZL passend zum 425-cm³-Motor ausgewogener für frühe Limousinen
AZAM komfortorientierter, aber weiterhin kleine Motorleistung beachten genaue Zuordnung wichtig
2CV4-nahe Ausführung passend zum 435-cm³-Motor nicht mit frühen 425ern gleichsetzen
2CV6-Getriebe für 602 cm³ gedacht kann für kleine Motoren zu lang oder unpassend sein
Ami / Dyane-Getriebe je nach Ausführung länger für frühe 2CV meist kritisch zu prüfen

Für eine originale frühe 2CV-Limousine ist ein zum jeweiligen Modell passendes Getriebe die beste Wahl. Ein späteres Getriebe kann das Fahrzeug technisch fahrbereit machen, verändert aber oft den Charakter und die Alltagstauglichkeit.

Frühe 2CV Getriebe: Bremsanlage, Umbauten und typische Schwachstellen

Trommelbremsgetriebe bei frühen 2CV-Limousinen

Die frühen 2CV-Limousinen besitzen vorn innenliegende Trommelbremsen am Getriebe. Diese Bremsanlage gehört zum klassischen DOT-/Lockheed-System.

Typische Merkmale:

Merkmal Frühes 2CV-Trommelbremsgetriebe
Vorderradbremse innenliegende Trommeln am Getriebe
Bremsflüssigkeit DOT / Lockheed
Handbremse wirkt auf die vorderen Trommeln
Getriebegehäuse ohne Aufnahme für Scheibenbremssättel
Einsatz typisch bei frühen 2CV-Limousinen

Bei frühen 2CV-Limousinen sollte besonders darauf geachtet werden, dass das Getriebe zur vorhandenen Trommelbremsanlage passt. Ein späteres Scheibenbremsgetriebe passt nicht ohne umfangreiche Änderungen zur ursprünglichen Bremsanlage.

Scheibenbremsgetriebe gehören nicht zur frühen 2CV-Limousine

Spätere A-Modelle und spätere 2CV6-Ausführungen können mit innenliegenden Scheibenbremsen ausgestattet sein. Diese verwenden LHM, also grüne mineralische Hydraulikflüssigkeit.

Für die frühen 2CV-Limousinen bis zur 2CV6 ist diese Technik jedoch nicht typisch. Wenn ein frühes Fahrzeug mit einem Scheibenbremsgetriebe ausgerüstet wurde, handelt es sich um einen Umbau, der sorgfältig geprüft werden muss.

Wichtig: LHM und DOT-/Lockheed-Bremsflüssigkeit dürfen niemals gemischt werden. Die Dichtungen, Manschetten und Bremskomponenten sind für unterschiedliche Flüssigkeiten ausgelegt. Eine Vermischung kann schwere Schäden an der Bremsanlage verursachen.

Kann ein späteres 2CV6-Getriebe in eine frühe 2CV-Limousine eingebaut werden?

Ein späteres 2CV6-Getriebe kann mechanisch in manchen Fällen ähnlich wirken. Trotzdem ist ein solcher Umbau technisch nicht ohne genaue Prüfung zu empfehlen.

Vor dem Einbau müssen mindestens folgende Punkte geprüft werden:

Prüfpunkt Warum wichtig?
Motorisierung kleine Motoren benötigen passende Übersetzung
Übersetzung beeinflusst Anfahren, Durchzug und Bergtauglichkeit
Bremsanlage Trommel- oder Scheibenbremse muss passen
Bremsflüssigkeit DOT / Lockheed oder LHM nicht vermischen
Kupplung Baujahr und Ausführung beachten
Antriebswellen Flansche und Ausführung prüfen
Tachowellenantrieb kann je nach Getriebe abweichen
Handbremse abhängig von Bremsanlage und Getriebe
Originalität frühe Modelle verlieren sonst technische Authentizität

Für eine frühe 375-cm³- oder 425-cm³-2CV ist ein späteres 2CV6-Getriebe nicht die ideale Lösung. Die Abstimmung kann zu lang oder technisch unpassend sein.

Können Dyane-, Ami- oder Fourgonnette-Getriebe verwendet werden?

Getriebe aus Dyane, Ami oder Fourgonnette gehören zur gleichen A-Modell-Familie. Sie können äußerlich ähnlich wirken und teilweise montierbar sein. Trotzdem unterscheiden sie sich oft deutlich in Übersetzung, Bremsanlage und Auslegung.

Ein Ami- oder Dyane-Getriebe ist häufig auf stärkere Motoren oder komfortorientiertes Fahren ausgelegt. Ein Fourgonnette-Getriebe kann nutzfahrzeugorientiert sein. Für eine frühe 2CV-Limousine mit kleiner Motorleistung kann das unpassend sein.

Vor einem Einbau sollten immer Motor, Baujahr, Bremsanlage, Kupplung, Antriebswellen und Tachowellenantrieb geprüft werden.

Rückwärtsgang bei frühen 2CV-Getrieben: nur kurz und langsam nutzen

Der Rückwärtsgang der frühen 2CV-Getriebe ist zum Rangieren gedacht. Längere Rückwärtsfahrten, hohe Drehzahlen oder starke Belastung sollten vermieden werden.

Bei den A-Modell-Getrieben ist bekannt, dass es nach längerer oder kräftiger Rückwärtsfahrt zu einer Blockade kommen kann. Die Ursache liegt meist nicht direkt am Rückwärtsgang selbst, sondern an einem Bauteil im Bereich der Schiebemuffe für den 2. und 3. Gang.

Dort befindet sich eine Sicherungs- beziehungsweise Gewindebuchse. Wenn sich diese Buchse löst, kann sich der Schiebekörper zu weit verschieben. Dadurch können sich Schaltteile im Getriebe verklemmen. Das Getriebe wirkt dann, als wären zwei Gänge gleichzeitig eingelegt.

Warum kann ein frühes 2CV-Getriebe nach Rückwärtsfahrt blockieren?

Beim Rückwärtsfahren wirken andere Kräfte im Getriebe als bei normaler Vorwärtsfahrt. Wird längere Zeit, mit viel Gas oder unter hoher Last rückwärts gefahren, entstehen ungünstige Belastungen in der Schaltmechanik.

Besonders bei alten, verschlissenen oder bereits reparierten Getrieben kann sich eine Sicherung lösen. Anschließend kann die Schiebemuffe aus ihrer vorgesehenen Position wandern. Im ungünstigen Fall blockiert das Getriebe vollständig.

Rückwärts nur langsam, kurz und ohne hohe Belastung fahren.

Besonders vermieden werden sollten:

  • längere Rückwärtsfahrten über Hof- oder Garagenzufahrten
  • Rückwärtsfahren mit hoher Drehzahl
  • starkes Beschleunigen im Rückwärtsgang
  • Rückwärtsfahren an Steigungen
  • Rangieren mit Gewalt, wenn das Fahrzeug feststeht
  • Freischaukeln über Vorwärts- und Rückwärtsgang

Typische Anzeichen für ein blockiertes frühes 2CV-Getriebe

Folgende Symptome können auf eine Blockade oder einen Schaden im Getriebe hinweisen:

Symptom Mögliche Bedeutung
Nach Rückwärtsfahrt tritt ein metallisches Geräusch auf ein Sicherungs- oder Schaltteil kann sich gelöst haben
Das Fahrzeug lässt sich nicht mehr bewegen das Getriebe kann intern blockiert sein
Die Kupplung arbeitet, aber der Antrieb bleibt blockiert Fehler wahrscheinlich im Getriebe
Der Schalthebel fühlt sich ungewöhnlich an Schaltgabeln oder Schaltmuffen stehen möglicherweise falsch
Das Getriebe wirkt, als seien zwei Gänge eingelegt Schaltteile können sich verklemmt haben
Die Räder blockieren beim Anfahren mögliche innere Getriebeblockade

In dieser Situation sollte nicht mit Gewalt geschaltet, angefahren oder mit dem Anlasser gearbeitet werden. Dadurch können Zahnräder, Schaltmuffen oder Schaltgabeln zusätzlich beschädigt werden.

Was tun, wenn das frühe 2CV-Getriebe blockiert?

Wenn das Getriebe nach einer Rückwärtsfahrt blockiert, sollte das Fahrzeug sofort gesichert und nicht weiterbewegt werden.

Empfohlene Vorgehensweise:

  1. Fahrzeug gegen Wegrollen sichern.
  2. Nicht weiter schalten oder anfahren.
  3. Keine Gewalt am Schalthebel anwenden.
  4. Den Motor oder Anlasser nicht nutzen, um die Blockade zu lösen.
  5. Den oberen Getriebedeckel abnehmen.
  6. Stellung von Schaltmuffen und Schaltgabeln kontrollieren.
  7. Gelöste Sicherungsbuchse korrekt positionieren und sichern.
  8. Getriebeöl auf Metallabrieb prüfen.
  9. Vor einer Probefahrt alle Gänge vorsichtig prüfen.

Mit etwas Glück lässt sich die Ursache über den oberen Getriebedeckel prüfen und beheben. Ob das ausreicht, hängt davon ab, ob bereits Folgeschäden entstanden sind.

Wann muss ein frühes 2CV-Getriebe ausgebaut werden?

Ein Ausbau und eine vollständige Zerlegung sind empfehlenswert, wenn deutliche Schäden sichtbar sind oder das Getriebe nach der ersten Prüfung weiterhin auffällig bleibt.

Befund Empfehlung
Sicherungsbuchse stark beschädigt oder lose Getriebe zerlegen und prüfen
Zähne beschädigt oder gebrochen vollständige technische Prüfung erforderlich
Schiebemuffe beschädigt Bauteil ersetzen
Schaltgabel verbogen Schaltgabel prüfen oder ersetzen
Metallabrieb im Öl Getriebe reinigen und kontrollieren
Heulgeräusche nach Reparatur Lager, Kegelrad und Tellerrad prüfen
Gang springt heraus Schaltmuffe, Rastung und Lager prüfen

Eine gelöste Buchse sollte nicht einfach nur zurückgedreht werden. Sie muss dauerhaft gesichert werden. Je nach Zustand kommen sauberes Verstemmen, geeignete Schraubensicherung oder eine fachgerechte mechanische Sicherung infrage.

Typische Schwachpunkte früher 2CV-Getriebe

Frühe 2CV-Getriebe sind robust, aber oft sehr alt und teilweise über Jahrzehnte benutzt, repariert oder umgebaut worden. Deshalb sollten typische Verschleißpunkte sorgfältig geprüft werden.

Schaltprobleme und Synchronringe

Krachen oder Hakeln beim Schalten, besonders zwischen dem 2. und 3. Gang oder beim Zurückschalten von 3. auf 2. Gang, deutet häufig auf verschlissene Synchronringe hin.

Ursache Beschreibung
verschlissene Synchronringe häufige Ursache für Schaltgeräusche
verschlissene Schaltmuffe Gang rastet nicht sauber ein
verschlissene Führungen ungenaues Schaltgefühl
falsches oder altes Getriebeöl schlechteres Schaltverhalten
hohe Laufleistung allgemeiner Verschleiß möglich

Lagergeräusche

Heulen, Brummen oder mahlende Geräusche sollten ernst genommen werden.

Geräusch Mögliche Ursache
Heulen unter Last Kegelrad, Tellerrad oder Lager
Rasseln im Leerlauf Eingangslager, Primärwelle oder Kupplungsbereich
Dröhnen in allen Gängen Hauptlager oder Differenziallager
Geräusch nur in einem Gang Zahnradpaar oder Lagerung des Gangrads
starkes Heulen bei Lastwechsel Verschleiß oder falsche Einstellung

Undichtigkeiten

Bei alten 2CV-Getrieben treten Undichtigkeiten häufig auf.

Stelle Mögliche Ursache
Abtriebsflansche harte Simmerringe oder eingelaufene Laufflächen
Schaltdeckel alte Dichtung
Tachowellenantrieb defekter Dichtring
Ablass- und Einfüllschraube alte Dichtringe
Gehäusenaht mangelhafte Abdichtung nach früherer Reparatur
Manschettenbereich altersbedingte Risse oder Undichtigkeiten

Getriebeöl für frühe 2CV-Limousinen

Für viele Getriebe der A-Modell-Familie werden etwa 0,9 Liter Getriebeöl benötigt. Je nach frühem Baujahr und Ausführung sollte der Füllstand jedoch immer nach der jeweiligen technischen Vorgabe geprüft werden. Der korrekte Füllstand ist in der Regel erreicht, wenn das Öl an der seitlichen Kontrollöffnung austritt.

Empfehlung für normale Straßennutzung:

Punkt Empfehlung
Menge meist ca. 0,9 Liter, je nach Ausführung prüfen
Viskosität SAE 75W80
Spezifikation mineralisches GL-4-Getriebeöl
Füllstand bis Öl an der Kontrollöffnung austritt
Kontrolle regelmäßig prüfen
Nicht empfehlenswert Motoröl, ATF oder sehr dünne Leichtlauföle

Bei unbekannter Historie sollte das Getriebeöl gewechselt und auf Metallabrieb, Wasser oder verbrannten Geruch geprüft werden.

Frühes 2CV-Getriebe vor Einbau oder Reparatur prüfen

Vor dem Einbau, Kauf oder einer Reparatur sollte ein Getriebe für frühe 2CV-Limousinen genau geprüft werden. Viele Fahrzeuge wurden im Laufe der Jahre umgebaut oder mit Technik anderer A-Modelle ausgerüstet.

Wichtige Prüfpunkte:

  1. Zu welchem 2CV-Modell gehört das Getriebe ursprünglich?
  2. Passt das Getriebe zu 375 cm³, 425 cm³ oder 435 cm³?
  3. Welche Übersetzung besitzt das Getriebe?
  4. Handelt es sich um ein Trommelbremsgetriebe?
  5. Passt die Bremsanlage zum DOT-/Lockheed-System?
  6. Stimmen Kupplung, Antriebswellen und Tachowellenantrieb?
  7. Passt die Handbremsmechanik?
  8. Gibt es Schaltprobleme oder Geräusche?
  9. Sind Undichtigkeiten sichtbar?
  10. Ist das richtige Getriebeöl eingefüllt?
  11. Wurde das Fahrzeug bereits technisch umgebaut?
  12. Ist der gewünschte Umbau technisch sinnvoll oder nur mechanisch möglich?

FAQ zu frühen 2CV-Getrieben bis zur 2CV6

Welches Getriebe passt in eine frühe 2CV-Limousine?

Das hängt von Modell, Baujahr, Motorisierung und Bremsanlage ab. Ein 2CV A mit 375 cm³ benötigt eine andere Abstimmung als ein späterer 2CV AZ oder ein 2CV4-nahes Modell mit 435 cm³.

Ist ein 2CV6-Getriebe für eine frühe 2CV geeignet?

Ein 2CV6-Getriebe kann mechanisch ähnlich sein, ist aber nicht automatisch passend. Die Übersetzung, Bremsanlage, Kupplung, Antriebswellen und der Tachowellenantrieb müssen genau geprüft werden.

Warum ist die Übersetzung bei frühen 2CV-Modellen so wichtig?

Die frühen Motoren mit 375 cm³ und 425 cm³ haben wenig Leistung. Ein zu langes Getriebe kann das Fahrzeug träge machen und die Bergtauglichkeit verschlechtern.

Hat die frühe 2CV bereits Scheibenbremsen?

Nein, frühe 2CV-Limousinen besitzen innenliegende Trommelbremsen am Getriebe. Scheibenbremsen gehören zu späteren Ausführungen und wären bei frühen Fahrzeugen ein Umbau.

Welche Bremsflüssigkeit wird bei frühen 2CV-Limousinen verwendet?

Bei den klassischen Trommelbremsanlagen wird DOT-/Lockheed-Bremsflüssigkeit verwendet. LHM gehört zu späteren Scheibenbremsanlagen und darf nicht mit DOT-/Lockheed vermischt werden.

Warum kracht der 1. Gang beim Einlegen?

Der 1. Gang ist nicht synchronisiert. Er sollte nur bei stehendem Fahrzeug eingelegt werden. Schaltgeräusche beim Einlegen während des Rollens sind konstruktionsbedingt möglich.

Warum kann das Getriebe nach Rückwärtsfahrt blockieren?

Bei längerer oder stark belasteter Rückwärtsfahrt kann sich im Bereich der Schiebemuffe eine Sicherungsbuchse lösen. Dadurch können sich Schaltteile verklemmen und das Getriebe blockieren.

Wie sollte der Rückwärtsgang genutzt werden?

Der Rückwärtsgang sollte nur langsam, kurz und ohne hohe Belastung verwendet werden. Er ist zum Rangieren gedacht, nicht für längere Rückwärtsfahrten.

Was ist bei einem umgebauten frühen 2CV besonders wichtig?

Bei Umbauten müssen Motor, Getriebe, Bremsanlage, Kupplung, Antriebswellen, Tachowellenantrieb und Bremsflüssigkeit gemeinsam betrachtet werden. Nur weil ein Teil mechanisch montierbar ist, ist es nicht automatisch technisch passend.


Zusammenfassung

Die frühen Citroën 2CV-Limousinen bis zur Einführung der 2CV6 benötigen eine besonders genaue Getriebezuordnung. Modelle wie 2CV A, AZ, AZL, AZLP und AZAM wurden mit kleineren Motoren gebaut und sind nicht direkt mit der späteren 2CV6 vergleichbar.

Ein Getriebe muss immer zu Motorisierung, Baujahr, Bremsanlage und Einsatzzweck passen. Besonders bei 375-cm³- und 425-cm³-Fahrzeugen ist die richtige Übersetzung entscheidend, damit das Fahrzeug ausreichend gut anfährt und am Berg nicht zu träge wird.

Frühe 2CV-Limousinen besitzen in der Regel Trommelbremsgetriebe mit DOT-/Lockheed-Bremsflüssigkeit. Spätere Scheibenbremsgetriebe mit LHM gehören nicht zur ursprünglichen frühen 2CV-Technik und müssen bei Umbauten sorgfältig geprüft werden.

Der Rückwärtsgang sollte nur langsam und kurz zum Rangieren genutzt werden. Längere oder stark belastete Rückwärtsfahrten können dazu führen, dass sich Bauteile im Schaltmechanismus lösen und das Getriebe blockiert.

Vor Einbau, Umbau oder Reparatur sollte jedes frühe 2CV-Getriebe sorgfältig geprüft werden. So lassen sich Fehlkäufe, Folgeschäden und Probleme mit Übersetzung, Bremsanlage oder Schaltmechanik vermeiden.