Pedalwerk für Citroën 2CV 2CV6

Citroën 2CV Pedale: Stehpedale und Hängepedale im Überblick

Bei der Citroën 2CV gab es über die Jahrzehnte eine grundlegende Änderung der Pedalform und der Art der Montage im Fahrzeug. Man unterscheidet zwischen den frühen Stehpedalen und den späteren Hängepedalen.

Die zwei grundlegenden Bauformen der Citroën 2CV Pedale

  • Stehpedale (1948 bis ca. 1970):
    • Einbaulage: Die Pedale für Kupplung und Bremse kommen direkt aus dem Bodenblech. Das Gaspedal ist auf dem Bodenblech befestigt.
    • Form: Kupplungs- und Bremspedal sind rund.
    • Besonderheit: Diese Konstruktion ist anfällig für Schmutz und Feuchtigkeit, die durch die Schlitze im Bodenblech eindringen können. Zudem ist die Ergonomie gewöhnungsbedürftig, da man den Fuß eher nach vorne als nach unten drückt.
  • Hängepedale (ca. 1970 bis 1990):
    • Einbaulage: Die Pedale hängen an einem stabilen Metallbock, dem Pedalbock, der unter dem Armaturenbrett an der Spritzwand befestigt ist.
    • Form: Die Trittflächen sind rechteckig und mit Gummikappen überzogen. Das Gaspedal blieb bei vielen Modellen, insbesondere beim 2CV6, noch lange Zeit ein stehendes Pedal. Im Laufe der siebziger Jahre wurde dann auf ein hängendes Gaspedal von Citroën umgerüstet.
    • Betätigung: Alle stehenden Gaspedale arbeiten mit einer Metallstange als Betätigung am Vergaser. Seit dem Modellwechsel auf ein hängendes Gaspedal erfolgt die Betätigung über einen Seilzug.

Was ist bei Citroën 2CV Pedalen besonders zu beachten?

  • Hauptbremszylinder: Die Einbaulage der Pedale bestimmt den Typ des Hauptbremszylinders.
    • Bei Stehpedalen ist der Hauptbremszylinder unten am Fahrzeugrahmen verschraubt.
    • Bei Hängepedalen sitzt der Hauptbremszylinder im Motorraum direkt am Pedalbock. Das erleichtert die Wartung deutlich. Wichtig: Beim Wechsel wird er nach innen ausgebaut.
  • Pedalabstand: Bei der Ente liegen die Pedale bauartbedingt sehr eng beieinander. Wer moderne, breite Schuhe trägt, betätigt oft Bremse und Gas gleichzeitig – ein klassischer Anfängerfehler.
  • Verschleiß: Der Pedalbock der Hängepedale kann mit der Zeit ausschlagen, auch wenn das eher selten ist. Ebenso kann sich das Gaspedal auf der Befestigungsachse lockern, was sich meist schnell wieder festziehen lässt.
  • Rückholfedern: Besonders bei den frühen Modellen sind die Rückholfedern der Pedale sicherheitsrelevant. Brechen sie, kommt das Pedal nicht mehr zurück.
  • Gaspedal-Rückholung: Das Gaspedal hat immer eine Rückholfeder am Gasgestänge. Bei einem hängenden Gaspedal ist eine Feder zwischen Motorlüftergehäuse und Vergaser angebracht.

Tipp für die Wartung: Die Durchführung der Stehpedale im Bodenblech sollte immer gut gefettet sein, und die Gummimanschetten sollten intakt bleiben. So wird verhindert, dass Spritzwasser die Mechanik oder Ihre Füße angreift.